Monat für Monat
Januar
Hochsaison Skifahren, eisige Temperaturen
Die Skisaison erreicht ihren Höhepunkt mit meterhohen Schneedecken in Arlberg, Sölden und der Zillertal Arena. Temperaturen liegen in den Tälern bei -5°C, auf den Pisten bei -15°C. Hotels und Skipässe kosten jetzt 40% mehr als in der Nebensaison.
Februar
Kalt mit ausgezeichneten Skibedingungen
Pulverschnee und klare Tage bieten die besten Pistenverhältnisse des Winters. Der Wiener Opernball zieht internationale Gäste in die Hauptstadt. Alle Skigebiete sind geöffnet, die Warteschlangen an den Liften erreichen am Wochenende ihr Maximum.
März
Späte Skisaison, wechselhaftes Wetter
Die Skisaison neigt sich dem Ende zu, während in Wien bereits Frühlingstemperaturen herrschen. Gletscherskigebiete wie Hintertux bieten weiterhin gute Bedingungen. Hotelpreise fallen merklich, besonders nach dem 20. März.
April
Frühling beginnt, Schnee schmilzt in den Tälern
Der Schnee schmilzt in den Tälern, während Almhütten und Berghotels schließen. Wien und Salzburg werden aktiv, aber die Alpen bleiben unzugänglich – Wanderwege sind schlammig, Bergbahnen im Wartungsmodus. Nur Städtereisen sind jetzt sinnvoll.
Mai
Warm und angenehm, Bergblüten erblühen
Die Almwiesen blühen mit Enzian und Alpenrosen, Bergbahnen öffnen schrittweise ab Mitte des Monats. Temperaturen erreichen 20°C in den Städten, 10°C auf 1500 Metern. Hochalpine Wanderwege bleiben wegen Schneeresten gesperrt.
Juni
Ideales Wanderwetter, lange Tagesstunden
Wandersaison beginnt mit 16 Stunden Tageslicht und stabilen Verhältnissen bis 2500 Meter Höhe. Die Seen erwärmen sich auf 18°C. Städte wie Wien werden voll, während die Berge noch ruhig sind.
Juli
Hochsommer, warm mit gelegentlichen Regenschauern
Die Salzburger Festspiele bringen klassische Musikfans in die Stadt, Hotelpreise verdoppeln sich dort. In den Tälern klettern Temperaturen auf 30°C, auf den Almen bleiben angenehme 18°C. Nachmittagsgewitter sind ab 15 Uhr üblich.
August
Heiße Täler, perfekte Alpenbedingungen
Die heißeste Zeit des Jahres treibt Österreicher in die Berge, Wanderwege und Hütten sind ausgebucht. Die Bregenzer Festspiele nutzen den Bodensee als Bühne. Temperaturen in Wien erreichen 35°C, Flucht in die Höhe ist empfehlenswert.
September
Milder Herbst, weniger Touristen
Der Herbst färbt die Wälder golden, Touristenmassen verschwinden nach dem 15. September. Temperaturen fallen auf milde 20°C, Berghütten schließen gegen Monatsende. Weinlese beginnt in der Wachau und der Steiermark.
Oktober
Goldene Wälder, kühlere Temperaturen
Die Laubfärbung erreicht ihren Höhepunkt in den Tälern, während die Gipfel bereits Schnee tragen. Die meisten Bergbahnen stellen den Betrieb ein, Hotels schließen für Renovierungen. Nebel liegt oft tagelang in den Tälern.
November
Kalt und grau, erste Skigebiete öffnen
Der trübste Monat mit grauem Himmel und Nieselregen in den Städten. Erste Skigebiete wie Stubaier Gletscher öffnen ab Mitte November, die Schneesicherheit ist aber unzuverlässig. Hotels bieten Preise 30% unter Hochsaison.
Dezember
Festliche Atmosphäre, zuverlässige Schneedecke
Weihnachtsmärkte verwandeln Wien, Salzburg und Innsbruck in festliche Kulissen, die Besucherzahlen steigen rapide. Skigebiete öffnen mit Kunstschnee ab Anfang Dezember, Naturschnee fällt meist erst nach dem 20. Dezember. Hotelpreise steigen ab dem 15. Dezember steil an.
Skifahren und Wintersport
Arlberg gilt als Wiege des alpinen Skilaufs und verbindet 300 Pistenkilometer zwischen Lech, Zürs und St. Anton – rechnen Sie mit 70€ für den Tagesskipass in der Hochsaison. Sölden öffnet seine Gletscher bereits im September, während Familien in der SkiWelt Wilder Kaiser-Brixental deutlich günstigere Tarife und sanftere Pisten finden. Meiden Sie die österreichischen Schulferien Anfang Februar, wenn die Wartezeiten an den Liften 20 Minuten überschreiten. Après-Ski in Ischgl beginnt bereits um 15 Uhr und übertönt jeden Versuch ruhiger Bergerholung – wer Ruhe sucht, weicht nach Osttirol aus.
Wandern und Natur
Der Adlerweg durchquert Tirol auf 413 Kilometern und zeigt die volle Bandbreite der Ostalpen, von Kalksteinformationen bis zu Gletscherresten. Juni bietet die längsten Tage, aber viele Höhenwege über 2500 Meter bleiben bis Mitte Juli schneebedeckt – prüfen Sie die Bedingungen bei den örtlichen Alpenvereinen. Die Großglockner Hochalpenstraße öffnet erst Anfang Mai und kostet 38€ Maut, bietet aber Zugang zu Wanderungen, die sonst mehrtägige Zustiege erfordern. Vermeiden Sie die Dachstein-Region im Juli und August, wenn Tagestouristen die Gondeln blockieren – der September bringt leere Wege und stabiles Wetter.
Kulturelle Sehenswürdigkeiten
Die Hofburg und Schloss Schönbrunn in Wien empfangen täglich Tausende Besucher, kommen Sie vor 9 Uhr oder buchen Sie Abendführungen. Salzburgs Altstadt funktioniert am besten außerhalb der Festspielzeit im Juli und August, wenn Hotelpreise auf das Dreifache steigen und Restaurants Wochen im Voraus ausgebucht sind. Das Kunsthistorische Museum zeigt Bruegel-Sammlungen, die sonst nirgendwo in dieser Dichte zu sehen sind – Mittwochs bleibt es bis 21 Uhr geöffnet. Überspringen Sie den Prater, es sei denn, Sie haben Kinder – das historische Riesenrad rechtfertigt nicht die 14€ Eintritt.
Festivals und Veranstaltungen
Die Salzburger Festspiele im Juli und August erfordern Buchungen sechs Monate im Voraus, selbst dann kosten vernünftige Plätze ab 150€. Die Bregenzer Festspiele nutzen den Bodensee als weltweit größte Seebühne, die Karten (ab 50€) sind leichter zu bekommen als in Salzburg. Weihnachtsmärkte in Wien öffnen ab Mitte November und verwandeln den Rathausplatz in ein Lichtermeer, bleiben aber bis 23. Dezember geöffnet – meiden Sie die letzten beiden Adventwochenenden. Der Wiener Opernball im Februar ist ohne Kontakte oder vierstellige Beträge nicht zugänglich, die Stadt bietet aber zahlreiche günstigere Bälle in derselben Saison.
Budgetreisen
Wählen Sie November oder April, wenn Hotels 40% Rabatt geben und Museen leer sind – akzeptieren Sie dafür graues Wetter und geschlossene Bergbahnen. Die Österreichcard bietet drei Tage unbegrenzte Bahnfahrten für 159€ und lohnt sich bereits bei einer Strecke Wien-Innsbruck-Wien. Vermeiden Sie Restaurants nahe Touristenmagneten wie dem Stephansdom, gehen Sie stattdessen in Bezirke wie Ottakring oder zur Naschmarkt-Umgebung, wo Mittagsmenüs bei 9€ starten. Jugendherbergen und Berghütten des Alpenvereins kosten Mitglieder 25€ pro Nacht, die Jahresmitgliedschaft amortisiert sich nach drei Übernachtungen.
Festivals & Veranstaltungen
Wiener Opernball
FebruarDas bedeutendste Gesellschaftsereignis des österreichischen Jahres führt 5.000 Gäste in Frack und Abendkleid in die Staatsoper zu einer Nacht des Walzertanzes. Reservieren Sie Karten Monate im Voraus, oder verfolgen Sie die televisierten Eröffnungszeremonien aus einem Wiener Café.
Salzburger Festspiele
JuliSechs Wochen Weltklasse-Oper, klassische Musik und Theater erobern Mozarts Geburtsstadt jeden Sommer. Aufführungen füllen das Großes Festspielhaus und historische Spielstätten in der Altstadt und locken Musikliebhaber an, die bereit sind, Premium-Preise zu zahlen.
Wiener Weihnachtsmärkte
DezemberVon Ende November bis Weihnachten füllen beleuchtete Holzhütten mit handwerklichen Verzierungen und Glühwein die Plätze in ganz Wien. Die Märkte auf dem Rathausplatz und im Schloss Schönbrunn sind die größten, doch kleinere Nachbarschaftsmärkte wirken authentischer.
Bregenzer Festspiele
AugustDieses Seefestival inszeniert aufwendige Opernproduktionen auf einer schwimmenden Bühne über dem Bodensee. Die dramatische Alpenkulisse und die technische Ambition der Inszenierung machen es zu einem einzigartigen Opernort in Europa.
Innsbrucker Neujahrskonzert
JanuarDas Tiroler Symphonieorchester führt ein traditionelles Neujahrskonzert im kaiserlichen Hofburg-Palast auf. Das Event verkörpert die formale Eleganz der österreichischen Klassik-Tradition in einer intimeren Umgebung als Wiens berühmte televisierten Konzerte.






